Arbeitskreis Schule und Bildung

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In der gemeinsamen Presseerklärung der Lehrerverbände in Baden-Württemberg heißt es:
Nach dem Regierungswechsel 2016 werden die Entscheidungen zur nur vereinzelten Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe für Gemeinschaftsschulen konsequent an klaren Kriterien festgemacht. „Mindestens 60 Schülerinnen und Schüler zum Ende der Mittelstufe in absehbar langfristiger Nachfrage braucht eine Gemeinschaftsschule weiterführend, um eine gymnasiale Oberstufe zu generieren. Das ist eine transparente und nachvollziehbare Aussage und wir sehen die Kultusministerin hierbei auf klarem Kurs“, so die Verbandsvorsitzenden. 

NEU!
«Neoliberale» Agenda für unsere Schulen?
Die beiden aktuelle Texte beschäftigen sich mit den (auch verdeckten) Zielen der Veränderungen an unseren Schulen.
Der erste Text stammt aus Frankreich und verweist auf die Doppelbödigkeit der dortigen aktuellen Bildungsreformen. Der Text ist auch deshalb von Interese, weil wir ähnliche Entwicklungen in Baden-Württemberg beobachten. Einerseits wird erfreulicherweise wieder mehr Wert auf grundlegende Kulturtechniken gelegt, andererseits zeigen die Entwicklungen im Bereich von «Qualitätsmanagment», «Change Management» und «Digitalisierung», dass – wie in Frankreich – mit einem unwürdigen Menschenbild und dementsprechenden Fehlplanungen operiert wird. 
Der zweite Text, eine Ausarbeitung des Heidelberger Erziehungswissenschaflers Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, berichtet über eine Tagung der «Gesellschaft für Bildung und Wissen» (GBW) am 3. Februar 2018 in Wuppertal und zeigt, dass der Widerstand gegen die Veränderungen der vergangenen Jahr stark an Gewicht und Substanz gewonnen hat.

In den vergangenen 5 Jahren haben aber Eltern, Schüler und Lehrer feststellen müssen, dass die Pädagogik der Gemeinschaftsschulen nicht zu den versprochenen Lernfortschritten bei Kindern und Jugendlichen und schon gar nicht zu mehr Gerechtigkeit beigetragen haben. Im Gegenteil, die Methoden des «individualisierenden Lernens» («selbstgesteuertes Lernen» mit Arbeitsblättern, Computern und Wochenplänen), der Zwang zur «Heterogenität» («Vielfalt macht schlauer» war der Titel einer Werbebroschüre des Kultusministeriums), die Auflösung des Unterrichts in Klassengemeinschaften, die Umwidmung des Lehrers zum Lernbegleiter, die Abkehr von Noten und Klassenarbeiten für alle usw. haben vielen Kindern und Jugendlichen geschadet.
Im Text werden folgende Anlagen erwähnt:

In den Schulen unseres Landes war ruhigeres und sachorientierteres Arbeiten möglich, als wir nach den turbulenten Jahren 2011 bis 2016 erwarten konnten. Die Politik der neuen Kultusministerin hat unserer Meinung nach wertvolle Akzente gesetzt.
Indes darf sich niemand darüber hinwegtäuschen, dass bislang keine der grundlegenden Fehlentscheidungen der Vorgängerregierung korrigiert wurde. Diese Fehlentscheidungen waren auch Weichenstellungen für das, was wir heute kritisch ansprechen möchten.
Im Text werden folgende Anlagen erwähnt:


Am 17. März haben zahlreiche Erstunterzeichner aus Wissenschaft und Forschung einen offenen Brief verschickt, in dem der derzeitige kompetenzorientierte Mathematikunterricht an unseren Schulen kritisiert und auf die fatalen Folgen für die Studierfähigkeit hingewiesen wird.
Auch in Baden-Württemberg darf mit den im vergangenen Sommer in Kraft getretenen Bildungsplänen für die allgemeinbildenden Schulen in allen Fächern nur noch kompetenzorientiert unterrichtet werden. Hier der Link zum Offenen Brief.

Rundbrief Nr. 1/2017 – «Change Management» untersagen!
Der erste Rundbrief des «Arbeitskreises Schule und Bildung in Baden-Württemberg» im neuen Jahr begrüßt die Absicht von Kultusministerin Eisenmann, den Rechtschreibunterricht in der Grundschule zu verbessern, und fordert weitere Reformschritte, insbesondere ein Ende des unwürdigen «Change Managements».



Was die «neue Lernkultur» in den Schulen anrichtet
Der Philosoph Professor Christoph Türcke ist Autor des 2016 erschienenen Buches «Lehrerdämmerung. Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet». In seinem Vortrag «Lernen ohne Lehrer – Abgründe neuer Lernkultur», den der Radiosender SWR2 (Wissen/Aula) am 6. November 2016 ausstrahlte, setzt er sich in grundlegender Art und Weise und für jedermann verständlich damit auseinander, wie der Mensch lernt und wie das Lernen im neuen Bildungsplan auf Kompetenzen reduziert wird. Seine Analyse ist für Eltern und Lehrer sehr erhellend, führt Professor Türcke doch an ganz konkreten Beispielen aus, warum die Kinder mit der Ausrichtung des aktuellen Bildungsplanes weit hinter ihren Lernpotentialen zurückbleiben.

Trojaner aus Berlin: Der„Digitalpakt#D“
Im Oktober 2016 hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka einen Digi talpakt angekündigt. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden. Der Bund stelle dafür bis 2021 fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Was positiv klingt – 5 Milliarden Euro für Schulen – erweist sich als trojanisches Pferd. 
In einer Petition der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. wendet sich eine große Anzahl von Hochschullehrern gegen den sogenannten Digitalpakt.
Hier die Petition als pdf-Datei.
Hier geht es zur Seiter der Gesellschaft für Bildung und Wissen und zum Link für die Unterzeichnung der Petition.

Heidelberger Pädagogik-Professor über die «Neue Lernkultur»: Hier zeigt sich ein problematisches Menschenbild
Nach Grün-Rot lässt auch die neue Landesregierung von Baden-Württemberg der «Neuen Lernkultur» an den Schulen des Landes freien Lauf. Das Konzept, das nach Reformpaädagogik und Selbstverwirklichung klingt, weckt übertriebene Hoffnungen. Skepsis sei angebracht, sagt der Pädagogik-Professor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Karl-Heinz Dammer in einem Interview mit der Zeitschrift «Wirtschaftswoche». Lesen Sie bitte weiter …

Bildung ist mehr als Komnpetenzvermittlung. Was soll Bildung bewirken?
Lesen Sie hierzu auch die ausgezeichnete Analyse von Heike Schmoll in SWR2-Aula vom 28.8.2016

Eine Studie soll auf zweifelhafte Weise den Erfolg der Berliner Gemeinschaftsschulen beweisen (FAZ vom 8.9.2016)
Was ist von dem angeblich positiven Ergebnis des Berliner Gemeinschaftsschulversuchs zu halten? Der Autor Rainer Werner - selbst Gymnasiallehrer - setzt sich kritisch mit den Ergebnissen der Studie auseinander. Unter anderem stellt er fest: 11 Prozent der Schüler, die eine Gemeinschaftsschule oder integrierte Sekundarschule besuchen, schaffen überhaupt keinen Schulabschluss. 

Offensichtlich ist die neue Ministerin bemüht, «Ruhe» in der öffentlichen Debatte über Schul- und Bildungsfragen einkehren zu lassen.  «Schulfrieden» und «Ruhe» an den Schulen im Sinne eines «wir schweigen lieber» darf es aber nicht geben, wenn Dinge im argen liegen und Weiterentwicklungen notwendig sind.



Hier finden Sie die pdf-Version einer Präsentation anlässliches eines Vortrages in Weingarten mit dem Thema «Neue Lernkultur». In prägnanter Weise werden die anthropologischen Grundlagen des Lernens den Techniken der neuen Lernkultur gegenübergestellt. Es wird deutlich, dass die neue Lernkultur auf dem 'homo oeconomicus' und dem 'homo oecologicus' basiert und den Lernenden als Element in einem Regelprozess begreift.









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